Eine aktuelle Studie mit 2.100 vegan lebenden Erwachsenen hat Einblicke in die Verbindung zwischen Ernährungsweise und sexueller Anziehung geliefert. Die Forschung zeigt, dass für einen Teil der Veganer:innen die pflanzliche Lebensweise selbst zu einem erotischen Faktor wird.
Die Untersuchung ergab, dass zwischen 14 und 27 Prozent der Befragten eine konsistent ausgeprägte vegansexuelle Präferenz aufweisen. Diese Präferenz zeigt sich sowohl in der Fantasie als auch im tatsächlichen Verhalten und beeinflusst das Beziehungsleben.
Menschen mit vegansexueller Orientierung leben häufiger mit gleichgesinnten Partner:innen zusammen und berichten von höherer Beziehungszufriedenheit und sexueller Erfüllung in veganen Partnerschaften. Bei Personen ohne entsprechende Präferenz zeigt sich dieser Zusammenhang nicht – für sie spielt die Ernährungsweise des Partners keine Rolle für die Beziehungsqualität.
Die Studie widerlegt damit die bisherige Annahme, dass Vegansexualität lediglich eine sprachliche Überhöhung oder ein modisches Selbstetikett darstellt. Stattdessen handelt es sich um eine messbare, konsistente Präferenzstruktur mit Auswirkungen auf das Beziehungs- und Sexualleben.
Diese Erkenntnisse erweitern das Verständnis von sexueller Anziehung und zeigen, dass ethische Werte und Lebensstile eine Rolle in der Partnerwahl und sexuellen Präferenz spielen können. Für die Partnersuche bedeutet dies, dass gemeinsame Werte in der Ernährung für manche Menschen zu einem erotischen Faktor werden können, der die Beziehungsqualität beeinflusst.
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