Erste Folge von „Mamas in der Mache“: Warum Kinderwunsch mehr ist als eine private Entscheidung

Über den Weg zur Elternschaft wird viel geredet. Nur selten so, dass man sich darin wiederfindet, wenn die eigene Familie nicht ins Standardraster passt.

Lisa und Kate, ein deutsch-französisches lesbisches Ehepaar, starten mit dem Podcast „Mamas in der Mache“ genau an dieser Stelle. Die erste Folge trägt den Titel „Ein Podcast, den wir selbst gebraucht hätten“ – und wer den Inhalt hört, versteht, warum.

Auf ihrer eigenen Kinderwunschreise suchten die beiden nach Erfahrungsberichten von Menschen, die ähnliche Fragen, Zweifel und Herausforderungen erlebt hatten. Sie fanden medizinische Informationen, rechtliche Hinweise und Ratgeber. Was ihnen fehlte, waren ehrliche Einblicke in die emotionale Realität hinter all den Entscheidungen. Ein Ort, an dem offen gesprochen wird, wie sich diese Reise wirklich anfühlt – mit all ihren Hoffnungen, Unsicherheiten und absurden Momenten.

Denn während Kinderkriegen oft als etwas Selbstverständliches dargestellt wird, erleben Lisa und Kate ihren Weg zur Elternschaft schnell als komplexes Zusammenspiel aus medizinischen Entscheidungen, rechtlichen Fragestellungen, gesellschaftlichen Erwartungen und organisatorischem Aufwand. Aus einem Kinderwunsch wird ein Projekt, das weit über die Frage hinausgeht, wer schwanger wird.

Der Podcast macht sichtbar, vor welchen zusätzlichen Herausforderungen lesbische Paare und andere queere Menschen auf dem Weg zur Elternschaft stehen können. Themen wie Samenspende, Kinderwunschkliniken, rechtliche Elternschaft oder Stiefkindadoption betreffen viele Regenbogenfamilien – und sind dennoch in der öffentlichen Diskussion häufig wenig präsent.

Genau diese Lücke möchten Lisa und Kate schließen. Der Podcast richtet sich an queere Menschen mit Kinderwunsch, an Regenbogenfamilien, an Angehörige und Freund*innen sowie an alle, die verstehen möchten, wie vielfältig Wege zur Elternschaft heute aussehen können.

Hinter dem Projekt stehen zwei Frauen mit unterschiedlichen Blickwinkeln: Lisa Ducret bringt ihren journalistischen Hintergrund aus ihrer Zeit bei der Deutschen Presse-Agentur mit, Kathleen Ducret ihre Erfahrung aus Beratung und Business Analyse. Gemeinsam verbinden sie persönliche Erfahrung, erzählerisches Können und systemisches Denken – und machen aus einer individuellen Reise eine Geschichte über lesbische Elternschaft, queere Familien und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

Die erste Folge ist ab sofort auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Neue Episoden erscheinen alle zwei Wochen mittwochs. Auf Instagram, TikTok und YouTube findet man die beiden unter @mamasindermache beziehungsweise @MamasInDerMache.

(Bildrechte: Mamas in der Mache)